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Weihnachtsbaum – Eine Tradition wird nachhaltig

Weihnachtsbaum im Schnee

In 24 Tagen ist Heiligabend und das bedeutet, die Jagd auf den perfekten Weihnachtsbaum ist eröffnet. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Kauf in puncto Nachhaltigkeit achten sollten.

Der Weihnachtsbaum – Eine ewige Tradition

Vor wenigen Tagen haben die Weihnachtsmärkte eröffnet und läuten damit ganz allmählich das Fest der Besinnlichkeit ein. Neben einer wunderschönen Beleuchtung sorgen auch die überall aufgestellten Weihnachtsbäume für das Aufkeimen der weihnachtlichen Stimmung. Dabei spielten geschmückte Bäume für den Menschen schon immer eine wichtige Rolle. So verzierten bereits die Römer ihre Häuser zum Jahreswechsel mit Lorbeerzweigen.

Der Weihnachtsbaum hat eine lange Geschichte

Im Mithras-Kult schmückte man einen Baum, um den Sonnengott zu ehren und in nördlichen Gegenden wiederum dienten Tannenzweige im Haus als Schutz vor bösen Geistern. Einen wahren Popularitätsschub erhielt der Weihnachtsbaum aber erst im 18. und 19. Jahrhundert. Stilprägend waren hier vor allem die Werke von Schiller und Hebel. Aber erst der Verleger Wilhelm Hoffmann stellte am Vorweihnachtsabend im Jahr 1815 den ersten weltweit öffentlichen, geschmückten Weihnachtsbaum für arme Kinder auf und gab damit den Anstoß für eine bis heute währende Tradition.

Arten von Weihnachtsbäumen – Ein große Vielfalt

Allein im vergangenen Jahr wurden in Deutschland knapp 30 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. 90 Prozent stammten dabei aus der heimischen Forstwirtschaft. Knapp 25 Millionen davon waren Nordmanntannen. Die Nordmanntanne ist damit seit Jahren der beliebteste Weihnachtsbaum in Deutschland. Sie zeichnet vor allem ihr gleichmäßiges Wachstum und die Dichte ihrer Nadeln aus. Aber es geht auch exotischer wie die hochpreisigeren Colorado- und die Korea-Tannen belegen.

  • Nordmanntanne
  • Blaufichte
  • Fichte
  • Omorikafichte
  • Rotfichte
  • Edeltanne (Nobilistanne)
  • Kiefer
  • Schwarzkiefer
  • Weymouthskiefer
  • Douglasie
  • Colorado-Tanne
  • Korea-Tanne

Diese Liste kann dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben. Dazu ist die Auswahl an Christbäumen viel zu groß. Auf Platz zwei auf der Beliebtheitsskala liegt übrigens die Blaufichte, dicht gefolgt von der Rotfichte auf Platz drei.

Ökologische Kunst- und Ersatz-Weihnachtsbäume als Alternative?

Wer gänzlich auf einen echten Weihnachtsbaum verzichten möchte, findet im Handel mittlerweile zahlreiche Alternativen. Künstliche Tannen bestehen beispielsweise aus PVC und Kunststoffen und können nach den Festtagen einfach wieder abgebaut und im nächsten Jahr wieder verwendet werden. Allerdings treten auch sie irgendwann ihre letzte Reise auf den Müll an und belasten aufgrund ihres Materials die Umwelt.

Der Weihnachtsbaum ist bereit zum Schmücken

Daher sollten Sie beim Kauf einer künstlichen Tanne in erster Linie auf das verwendete Material achten. Viele bestehen mittlerweile aus umweltfreundlichen Materialien wie Holz oder bereits recycelten Stoffen.

Ökologisch zertifizierte Weihnachtsbäume

In vielen Punkten sind sich alle Weihnachtsfans einig: Der Christbaum muss grün sein, sollte schön dicht bewachsen sein und vor allem gleichmäßig. Aber wie grün ist er wirklich? Denn dieses Anspruchsdenken ist vor allem für den Anbau solcher Bäume eine Herausforderung. Vielerorts kommen daher zu einer üppigen Düngung noch Herbizide und Pestizide hinzu. Diese können jedoch dem Wald und auch dem Grundwasser dauerhaft schaden. Aus diesem Grund empfiehlt das WWF den Kauf von umweltfreundlichen Alternativen. So sollten Sie beim Kauf des Christbaums auf ein Güte-Siegel für ökologischen Land- oder Waldbau achten. Ob ein Tannenbaum dabei aus einem ökologischen Anbau stammt, zeigt Ihnen beispielsweise das Güte-Siegel vom „Forest Stewardship Council“ (FSC).  Das Besondere an diesen ökologisch zertifizierten Tannenbäumen ist, dass sie ohne den Einsatz von Pestiziden angebaut werden. Auch die Düngung erfolgt dabei biologisch wie beispielsweise durch Schafe. Diese Art des Anbaus schädigt den Naturhaushalt dabei nur in einem sehr geringen Ausmaß.

Alternativen zum ökologisch zertifizierten Anbau?

Wenn es in Ihrer Nähe keinen Verkauf von ökologisch zertifizierten Christbäumen gibt, empfiehlt sich der Kauf bei einem nahegelegenen Forstamt. Einige Bäume müssen unter Umständen vielleicht sowieso gefällt werden, weil sie zu nah an Strom- oder Leitungstrassen wachsen. Ein besonderes Highlight gerade für Kinder in der Vorweihnachtszeit kann dabei das Selbersägen des Weihnachtsbaums sein.

Den Weihnachtsbaum nachhaltig entsorgen

Nach den Feiertagen heißt es dann Abschied nehmen. Viele Bäume landen dabei auf der Straße und warten an Sammelstellen auf ihre letzte Abholung. Aber es gibt auch noch Möglichkeiten, wie Sie Ihren Weihnachtsbaum nachhaltig verwerten können statt ihn wegzuwerfen: Vor allem Tierparks und Zoos freuen sich über alte Christbäume. Denn viele Tiere fressen die noch grünen Nadeln und die Rinde des Baumes. Allerdings gilt das nur für Bio-Tannenbäume, die nicht mit chemischen Schadstoffen behandelt wurden. Eine andere Alternative ist das Einlagern Ihres Baums in einer Garage oder einem trockenen Schuppen. Nach einer ausreichenden Trocknung können Sie Ihren Baum so für einen warmen und gemütlichen Abend vor dem Kamin nutzen. Die Zweige des Baums eignen sich aber auch ideal als Frostschutz für Pflanzen in Ihrem Garten. Auf diese Weise kann der Weihnachtsbaum noch einen sinnvollen Zweck erfüllen.

Am umweltfreundlichsten ist der Weihnachtsbaum in seiner natürlichen Umgebung.

Future-Green wünscht Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit.

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