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Fleischkonsum – Ist ein Verzicht sinnvoll?

Fleischkonsum - Metzgerei

Ein hoher Fleischkonsum schadet nicht nur der Umwelt, sondern kann sich unter Umständen auch schädlich auf die Gesundheit auswirken.

Fleischkonsum bedroht die Umwelt in vielen Bereichen und trägt vor allem auch zum Klimawandel und dem Artensterben bei. Aber heißt das im Umkehrschluss, dass wir künftig gänzlich auf den Konsum von Fleisch verzichten sollten?

Fleischkonsum in Deutschland

Der Pro-Kopf-Fleischkonsum pro Jahr der Bundesbürger und -bürgerinnen beträgt für das Jahr 2017 knapp 60 Kilogramm. Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass dieser Wert etwas geringer ausfällt als im Vorjahr, in dem er noch bei 60,5 Kilogramm lag. Zum Vergleich: Im Jahr 2007 lag dieser Wert sogar bei 61,5 Kilogramm. Dabei ist das beliebteste Fleisch der Deutschen damals wie heute das Schweinefleisch. Durchschnittlich macht der menschliche Konsum von Schweinefleisch pro Kopf 2017 rund 35,8 Kilogramm aus. Mit weitem Abstand folgt Geflügelfleisch mit einem Verbrauch von 12,4 Kilogramm und wieder steigend das Rindfleisch mit rund zehn Kilogramm pro Kopf.

Auswirkungen auf das Klima

Unser Konsumverhalten ist eine der zentralen Ursachen für den Klimawandel – allen voran unser Essverhalten. Denn die Landwirtschaft trägt maßgeblich zur Emission von klimaschädlichen Gasen bei. Dabei spielen neben dem Ausbringen von Wirtschaftsdünger sowie den Lachgas-Emissionen aus landwirtschaftlich genutzten Böden in Folge der Stickstoffausdünung vor allem Methan-Emissionen aus der Tierhaltung eine wesentliche Rolle. Diese machen rund ein Drittel der gesamten Treibhausgas-Emissionen der Landwirtschaft aus. Hinzu kommen noch Treibhausgase, die im Rahmen der Futtermittelherstellung sowie dem Transport und Lagerung tierischer Produkte entstehen.

Ressourcenverbrauch und Zerstörung der biologischen Vielfalt

Die Produktion von Fleisch sowie anderer tierischer Nahrungsmittel ist äußerst energie- und ressourcenintensiv. So sind schätzungsweise mehr als 70 Prozent der weltweiten Agrarfläche mittlerweile Weideland.

Weideland und Monokultur statt Ackerbau und Artenvielfalt

Dieses wäre alternativ auch zum Anbau von deutlich mehr pflanzlichen Nahrungsmitteln einsetzbar und könnte auf diese Weise den Kampf gegen Hunger auf der Welt fördern. Hinzu kommt noch das Ackerland, welches zur Produktion von Futtermitteln eingesetzt wird. Ein hoher Fleischkonsum fördert außerdem die Rodung des Regenwaldes sowie den Anbau von Monokulturen. In der Folge sind etliche Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht

Fleischkonsum – Verzicht mit positiven Folgen

Angesichts der vielen Auswirkungen eines hohen Fleischkonsums auf die Gesellschaft und vor allem auf die Natur stellt sich die Frage, warum nicht umdenken?

Rotes Fleisch - Genuss mit Folgen

Ein Verzicht auf Fleisch würde dabei nicht nur helfen, Agrarflächen freizugeben und die pflanzliche Nahrungsmittelproduktion zu stärken, sondern hätte zahlreichen Studien, die unter anderem vor dem Verzehr von rotem Fleisch aufgrund seiner Einschätzung als krebserregend warnen, auch gesundheitliche Vorteile für uns.

Vielleicht wäre ein guter Anfang, seinen eigenen Fleischkonsum kritisch zu hinterfragen und zumindest gelegentlich auf eine vegetarischer Ernährung umzusteigen.

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